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Die USA sind das reichste Land der Welt - und doch gibt es hier mehr Armut als in jeder anderen fortgeschrittenen Demokratie: Wurden die Betroffenen einen eigenen Staat grunden, hatte dieser eine groere Bevolkerung als Australien oder Venezuela. Warum klaffen gerade hier, wo doch alle Mittel vorhanden sein sollten, Reich und Arm, Anspruch und Realitat so drastisch auseinander?Der Soziologe und Pulitzer-Preistrager Matthew Desmond zeigt eine bittere Wahrheit, die weit uber die USA hinausweist und ins Innerste der kapitalistischen Gesellschaften zielt: Dass Millionen von Menschen in Armut leben, ist nicht etwa eine strukturelle Zwangslaufigkeit oder das Ergebnis je individuellen Fehlverhaltens Armut existiert und besteht fort, weil es Menschen gibt, die davon profitieren. Doch nicht nur Konzerne und Kapitalgesellschaften, samtliche Wohlhabenden tragen, wissend oder unwissend, zur Aufrechterhaltung der Missstande bei. Was politische Mythen, Profitinteressen, aber auch tagliche Konsumentscheidungen damit zu tun haben das wurde selten so schonungslos aufgezeigt. Eine wutende Anklage und ein entschiedenes Pladoyer: Die Armut, dieses himmelschreiende Unrecht, muss nichts weniger als endlich abgeschafft werden.