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Moral und Sitte in der DonaumonarchieAuereheliche Verhltnisse gehrten im Wien um 1900 in allen gesellschaftlichen Schichten zum gelebten Alltag. Die Autorinnen gehen nun der Frage nach der gesellschaftlichen Akzeptanz der Geliebten, ihrer finanziellen Situation, vor allem aber auch dem Umgang mit aus diesen Verbindungen hervorgegangenen Kindern nach. Anhand zahlreicher Schicksale, von der Tnzerin Marie Schleinzer und der Sngerin Louise Robinson, den beiden langjhrigen Geliebten Erzherzog Ottos und ihren Kindern, der Familie Wallburg - Nachkommen Erzherzog Ernsts - ber Mizzi Zimmermann, Mutter zweier auerehelicher Kinder Gustav Klimts, bis zu Elisabeth Kotter, einem einfachen Dienstmdchen und Mutter zweier Kinder von Felix Salten, werden persnliche Lebenswege nachgezeichnet. Whrend Mnner ihre "e;zweiten Menagen"e; mehr oder weniger offen leben konnten, mussten Frauen, darunter auch Louise Coburg, fr ihre Liebesbeziehungen damals jedoch noch mit einer Einweisung in die Irrenanstalt ben. "e;Ist das Weib geistig normal entwickelt und wohlerzogen, so ist sein sinnliches Verlangen ein geringes. Wre dem nicht so, msste die ganze Welt ein Bordell und Ehe und Familie undenkbar sein."e;Richard von Krafft-Ebing, Psychiater und Rechtsmediziner, 1886
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