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Angesichts des neuerlichen Phanomens, dass uberzeugte Glaubige meinen, im Namen Ihres Gottes Andersglaubige toten zu durfen oder gar zu mussen, bleibt die Frage, welche Berechtigung die Gottesbilder haben, die ihre Glaubigen dazu anstiften. Das Phanomen ist gar nicht neu. Das Alte Testament bringt uns das Bild von einem Gott nahe, dass 'sein Volk' zu ahnlichen Taten gegen Andersglaubige anstiftet, und das Christentum der Kreuzzuge ist uns geschichtlich sehr wohl bekannt. In diesem Buch wird die These vertreten, dass Gottesbilder von uns selbst erschaffen wurden. Also brauchen wir an sie nicht zu glauben. An sie zu glauben und sie zum Kultgegenstand zu erheben ist Idolatrie. Jedes Ding hat einen Namen, der den Anspruch erhebt, das Ding wesenhaft zum Ausdruck zu bringen. Mit Gott ist es indes schwierig, weil sich Gott nicht gerne fassen lsst, und gefhrlich. Denn ein Name engt ein, und alle Wesen, die einen Eigennamen haben, sind begrenzt und sterben aus. Gtter, die einen Namen haben, sind ausgestorben. Oder sie sind in den Mythen der Vergangenheit zu finden: tote Gtter, die nur in der Phantasie der Menschen gelebt haben - wie Zeus, Aphrodite, Isis oder Thor. Wie nun steht es mit Jahwe? berlebt er noch?"e;Ich wei dass ich nicht wei Tullio Aurelio legt hier ein Buch vor, in dem er ber Gott redet - ber den er eigentlich gar nichts wei Aber trotzdem viel zu erzhlen hat. Auch als Printausgabe erhltlich. patmos.de/ISBN978-3-8436-0696-7