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Wo horen Geschichten auf? Wie erkennen wir heutzutage Fiktion? Etwa seit der Jahrtausendwende treten vermehrt transmediale Konstrukte als Formen des experimentellen Storytellings auf, die diese Fragen meist auf inhaltlicher, aber auch auf formaler Ebene stellen. Denn transmediale Konstrukte lassen sich theoretisch mit der Transtextualitatstheorie Gerard Genettes einordnen: Sie bestehen aus einem Erzahltext - Buch, Film, Serie etc. -, der von transmedialen Paratexten begleitet wird, die andere mediale Zeichensysteme nutzen und auf die unabhangig zugegriffen werden kann. Gleichzeitig geben diese transmedialen Paratexte als intradiegetische Internetseiten, Werbespots oder Produkte vor, in der erzahlten Welt angesiedelt zu sein. Wenn ein Buch im Buchladen vorgibt, von einer fiktiven Figur aus einer Geschichte geschrieben worden zu sein, ist es dann fiktional? Als textexterner Referent gilt dieses Buch in der Semiotik und Fiktionstheorie eigentlich als Faktualitatssignal - wie also damit umgehen? Amelie Zimmermann weist mit dieser interdisziplinaren Arbeit nach, das sich im experimentellen, transmedialen Erzahlen unserer Zeit die gesellschaftliche Unsicherheit im Umgang mit Fakt und Fiktion wiederspiegelt.
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