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Ist das Bild stark wie der Tod? Oder ist es tot, nur ein Schatten? Ist es lebendig, gar Transfiguration ins ewige Leben? Oder ist es weder noch, untot oder wenigstens ein langes Nachleben? Ist 'der Tod' ein dunkles Imaginäres, das Bildpraktiken provoziert, kann man ein Bild stets fragen: "Wie hast dużs mit dem Tod?" In kultur- wie bildanthropologischer Perspektive geht es in den hier versammelten Beiträgen um die ikonischen Interferenzen von Bild und Tod. Der Fokus liegt weniger auf der bildlichen Vergegenständlichung des Todes, als auf dem Tod als 'Woher' und 'Wogegen' von Bildpraktiken, als dunkles Imaginäres, als Bruchlinie der Bilderfahrung oder Bildpathik, als Defiguration und fundamentaler Riss - dessen Spuren sich in Bildern zeigen. Bilder sind vom Tod gezeichnet. Wie verhält sich ein Bild zum Tod, wie der Tod zum Bild und wie die Betrachter zu beiden? Ist das Bild ein 'Greul' wie der Tod - oder eine Auferweckung zum ewigen Bildleben? Zwischen diesen Grenzwerten lassen sich Bildpraktiken und Bildbegriffe verorten und näher bestimmen. Mit Beiträgen von: Aleida Assmann, Jan Assmann, Günter Bader, Georg Bertram, Brigitte Boothe, Florian Bruckmann, Iris Därmann, Arne Grřn, Reinhard Hoeps, Jochen Hörisch, Hans Dieter Huber, Monika Leisch-Kiesl, Burkhard Liebsch, Kristin Marek, Christoph Markschies, Dieter Mersch, Michael Meyer-Blanck, Markus Mühling, Alexander Polzin, Isabel Richter, Andrea De Santis, Stephan Schaede, Pablo Schneider, Leander Scholz, Notger Slenczka, Mauricio Sotelo, Anselm Steiger, Philipp Stoellger, Verena Straub, Jörg Trempler, Christiane Voss, Bernhard Waldenfels, Katrin Weleda, Dirk Westerkamp, Stephanie Wodianka, Jens Wolff
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