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In diesem Band werden Peter Janichs Arbeiten zum Thema Protophysik aus rund zwei Jahrzehnten erstmals im Zusammenhang publiziert und damit als kohärente Durchführung eines Programms erkennbar. Der Mensch sei das Maß aller Dinge, wird gern mit Bezug auf Protagoras und die griechische Antike zitiert. Selbstverständlich ist hier weder »Maß« noch »Ding« in dem Sinne wörtlich zu nehmen, wie die »Protophysik« eine »Theorie des Maßes der Dinge« entwirft. Die Meßkunst der modernen Naturwissenschaften als handwerklicher Umgang mit Dingen und ihren Veränderungen ist gleichwohl in einer zentralen Hinsicht durch diese antikes Philosophem besser begriffen als durch die vorherrschenden modernen Auffassungen. Der Mensch als Maß aller Dinge, das ist ein aufklärerisches und geradezu respektloses antiautoritäres wie antinaturalistisches Motto, das heute paradoxerweise weniger in der Ethik als in der theoretischen Philosophie geringgeschätzt wird, vor allem dort, wo sich die wohl aufklärerischste Kulturleistung der Menschheit durchgesetzt hat, nämlich in der Naturwissenschaft. Protophysik ist eine Theorie menschlicher Kulturleistungen. In der für diesen Band geschriebenen Einführung zeichnet Peter Janich die Entwicklung der Protophysik nach. In einem ebenfalls für diesen Band neuverfaßten umfangreichen Abschlußkapitel »Zwischen Naturalismus und Kulturalismus« kommt es ihm darauf an, die Protophysik als ein unverzichtbares Lehrstück der theoretischen Philosophie für erkenntnistheoretische Fragen über die Möglichkeiten menschlichen Wissens von der Welt zu erweisen.
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