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Die Streitschrift "Der Mord am Telos" von A. G. Lücke diagnostiziert die Leiden der modernen westlichen Gesellschaft - Depression, Zwecksverlust, Gier - als Folge der zunehmenden Ablehnung der Teleologie, also des innewohnenden Zwecks der Dinge. Diese "Materialisation" entleert die Welt von intrinsischen Zielen und macht den Menschen zum verzweifelten Narzissten, der nur noch dem eigenen Hedonismus folgt; Verdummung, Hässlichkeit und Sucht sind die Konsequenz. Zwar verfolgen einige in Familie oder Kunst noch einen Telos, doch selbst die zeitgenössische Kultur ist weithin eigennützig und bedeutungsleer. Historisch verortet der Text den Bruch bei Descartes, der alle Qualitäten in den Geist verlagerte und die Welt zum bloßen Mechanismus erklärte, sowie bei Hume und Kant, die die Moral von einer kosmischen Ordnung lösten und die Teleologie endgültig verbannten. Die Weltkriege und ein quantitätsfixierter Fortschrittsglaube hätten diesen degenerierten Materialismus vollendet. Den Schluss bildet ein kämpferischer Appell: Der Einzelne müsse seinen eigenen Telos finden, leiden und kämpfen, um dem allgemeinen Niedergang zu entkommen.
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