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Der Band versammelt Beiträge von Schriftstellern und Wissenschaftlern zum Phänomen der Postmoderne. Das Spektrum der Lektüren reicht von der Literatur (Perec, Nabokov, García Márquez, Kempowski, Philipp Roth, László Márton, Uwe Timm), der Ästhetik und Poetik über die Architektur, die Musik, das Museum und das Theater bis hin zur Philosophie, Soziologie und Psychoanalyse. Das Besondere an diesem interdisziplinären Zugang ist, dass die Beiträger weitgehend darauf verzichten, definitorische Trennlinien zwischen Moderne und Postmoderne festzuschreiben. Dadurch wird ein Sprechen über den schillernden Begriff Postmoderne aus der Zeitgenossenschaft heraus und doch zugleich in kritischer Distanz möglich. In dieser Perspektive zeigt sich das postmoderne Universum als ein globales und historisch komplex verschränktes Gebilde, in dem Friedrich Schlegel ebenso in einen Dialog mit Lyotard zu treten vermag wie Balzac mit Italo Calvino. Weitere Bezüge ergeben sich zwischen Anne Frank und Jessica Durlacher, Lacan und Poe, Marthaler und Schubert, Homer und Stasiuk, Houellebecq und dem Existentialismus. Auch Dichtung und Wissenschaft bringt der Band auf ungewöhnliche Weise ins Gespräch. Alban Nikolai Herbst und Klaus Modick verfolgen die Spuren des postmodernen Wissens in der Entstehung und Geschichte des eigenen Schreibens.
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